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Der Obstgarten im Juli

 

 

Süßkirschen                                        28. Kalenderwoche                                                                615


Süßkirschen werden nötigenfalls am besten gleich nach der Ernte geschnitten. Damit wird der Gummifluss verhindert und die Wunde bildet bis zum Herbst genügend Kallus, um den Winter ohne Frostschaden überstehen zu können.


Erdbeeren                                          28. Kalenderwoche                                                               58


Erdbeeren lassen nach dem dritten Standjahr in der Ertragsmenge erheblich nach. Da die deutlich kleineren Früchte jedoch ein sehr intensives, an Walderdbeeren erinnerndes Aroma entwickeln, lohnt es sich zumindest einen Teil der Pflanzung weiter zu kultivieren. Aus Ablegern besonders reich tragender Mutterpflanzen, lässt sich neues Pflanzgut gewinnen. Bei Reihenabständen von 60 Zentimetern bleibt im ersten Standjahr noch Platz für eine Reihe Gemüse. Alle Ranken, die man nicht zur Vermehrung braucht, werden entfernt.

 Auf dem Stroh werden die Früchte nicht schmutzig

Auf dem Stroh werden die Früchte nicht schmutzig

Siehe auch: Erdbeeren 3; 60; 62; 99; 100; 101; 300; 656



Walnuss                                              28. Kalenderwoche                                                               267

Walnussbäume werden im Gegensatz zu allen anderen Obstgehölzen in der Regel nicht geschnitten, es sei den man muss störende oder angebrochene Äste entfernen. Dies sollte dann im Laufe des Juli geschehen, zu jedem anderen Zeitpunkt bluten die Wunden sonst zu stark aus.

Siehe auch: Walnuss 18; 200; 292; 316; 623



Krankheiten                                         29. Kalenderwoche                                                               67


Sterben Stachelbeerhochstämmchen während des Frühsommers ab, kann dies auf die sogenannte Wassersucht zurückzuführen sein. Diese Krankheit befällt zwar nur die Veredelungsunterlage, wobei das feste Holz in seiner Struktur zerstört wird und schwammartig auftreibt, durch die Unterbrechung der Saftleitbahnen stirbt dann aber auch die Krone ab. Man weiß von der Wassersucht nur, dass sie durch zu starke Stickstoffdüngung begünstigt wird, Bekämpfungsmöglichkeiten und selbst die genauen Befallsursachen sind noch nicht bekannt.

Siehe auch: Stachelbeere 68; 317; 630


Ernte                                                  29. Kalenderwoche                                                               299

Während die Süßkirschen grundsätzlich mit Stiel geerntet werden, empfiehlt es sich die Sauerkirschen ohne Stiel abzupflücken. Allzuleicht werden sonst die schlafenden Augen an der Basis mit abgerissen. Auch bei den Johannisbeeren muss man recht vorsichtig sein wenn man sie erntet um die Äste zu nicht zu schädigen. Mit dem Entfernen des Fruchtstandes kann es zu Verletzungen an der empfindlichen Basthaut kommen.

Siehe auch: Johannisbeere 68; 317; 630  Sauerkirsche 47; 298; 668 Süßkirsche 47; 292; 604; 649



Erdbeeren                                           29. Kalenderwoche                                                              300

Erdbeeranlagen müssen jetzt für die nächste Saison vorbereitet werden. Da man sie im allgemeinen nicht länger als drei bis vier Jahre auf dem gleichen Beet belässt -sie lassen im Ertrag und in der FruchtKalenderwocheualität ansonsten deutlich nach, - erneuert man am besten einen Teil der Pflanzung durch Ableger besonders reich tragender Mutterpflanzen. Bei Reihenabständen von 60 Zentimetern bleibt im ersten Standjahr noch Platz für eine Reihe Gemüse in der Mitte. Sämtliche Ranken, die nicht zur Vermehrung gebraucht werden, entfernt man. Vielfach wird empfohlen nach der Ernte alle Blätter abzuschneiden. Da unterschiedliche Sorten darauf sehr verschieden reagieren, kann aber diese Maßnahme nicht allgemein empfohlen werden. Lediglich bei Krankheitsbefall oder bei starker Verunkrautung ist sie wirklich angebracht.

Siehe auch: Erdbeeren 3; 58; 60; 62; 99; 100; 101; 656


Obstbäume                                         29. Kalenderwoche                                                                302


Sind die Äste der Obstbäume sehr schwer mit Früchten behangen, müssen sie abgestützt werden. Um ein Scheuern zu verhindern, wird zwischen Ast und Stützholz ein Sack oder eine alte Decke angebracht. Man sollte daran denken, die Befestigung der Stütze so solide zu verankern, dass sie auch einen sommerlichen Gewittersturm überstehen kann. Trockene Triebspitzen an den Obstbäumen deuten auf einen Befall mit Monilia hin und müssen bis weit in das gesunde Holz abgeschnitten werden. Soweit es möglich ist, sollten erkrankte Früchte rechtzeitig entfernt werden. Man erkennt sie an ringförmigen graubraun oder gelbbraun gefärbten Flecken. Während der Reifezeit wird der Erregerpilz durch Insekten verbreitet. Unternimmt man nichts und lässt die Fruchtmumien über den Winter am Baum, erfolgt die Infektion auch durch Wind und Regen während der nächstjährigen Blütezeit.

Siehe auch:  Monilia 298; 327; 668  Obstbäume 26; 338; 639

 

 

Himbeeren                                          30. Kalenderwoche                                                                59

Abgetragene Himbeerruten werden sofort nach der Ernte in Bodenhöhe abgeschnitten. Es sollten keine Stummel stehen bleiben, die sogenannte Rutenkrankheit, eine weitverbreitete Erkrankung der Himbeere, wird sonst leicht weiter übertragen. Von den Neutrieben, die im nächsten Jahr blühen und fruchten, lässt man pro Pflanze etwa acht der stärksten Triebe stehen. Himbeeren gedeihen am besten, wenn die Erde ständig bedeckt ist. Über die Kompostschicht, die man zur Bodenverbesserung aufbringt, verteilt man Rasenschnitt, Strauchhäcksel oder anderes Mulchmaterial.

Siehe auch: Himbeere 56; 68  Kompost-düngung 5266; 287; 583; 612 Mulchmaterial 60; 88; 100; 436; Rasenschnitt  680  Strauchhäcksel 1



Narrenkrankheit                                  30. Kalenderwoche                                                              304 

Nasskalte Witterung während der Blütezeit der Pflaumenbäume fördert die Ausbreitung der sogenannten "Narren-" oder "Taschenkrankheit". Manche Bäume büßen dadurch bis zu drei Viertel ihres Ertrages ein. Bei dieser durch einen Schadpilz verursachten Infektion wachsen die befallenen Früchte sehr schnell heran, meist in länglichen, bananenartigen Formen. Sie sind anfangs mehlig weiß, später schrumpfen sie ein und bekommen eine bräunliche Farbe. Eine Bekämpfung dieses Pilzes ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich. Um aber einer weiteren Ausbreitung im nächsten Jahr vorzubeugen, sollten alle diese Fruchtmumien sorgsam entfernt werden.

 Siehe auch: Pflaumenbaum 320