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Der Obstgarten im Mai

 

 

Bäume retten                                       19. Kalenderwoche                                                                589 


Neugepflanzte Bäume, die im Mai noch keinen Austrieb zeigen, lassen sich oft noch retten, wenn sie scharf zurückgeschnitten und reichlich bewässert werden. Auch das Einhüllen in Sackleinwand, die man durch mehrmaliges Bespritzen am Tag immer feucht hält, hilft zusätzlich.


Mulch                                                   20. Kalenderwoche                                                              100


Als Bodenbedeckung in den Erdbeerbeeten haben sich neben Stroh vor allem Tannen- oder Fichtenstreu bestens bewährt. Hat man selbst keine Fichten im Garten, darf man die Streu allerdings nicht aus dem Wald entnehmen, sondern sollte einen Nachbarn fragen. Als ursprünglich im Wald beheimatete Pflanze, verträgt die Erdbeere diese Art des Mulches besonders gut. Er hilft den Boden zwischen den Reihen unkrautfrei und feucht zu halten. Laub ist als Material zur Bodenbedeckung nicht geeignet, da durch die Fäulnisprozesse bei der relativ raschen Verrottung auch die Erdbeerfrüchte in Mitleidenschaft gezogen würden. Hacken sollte man in Erdbeeranlagen auf keinen Fall, da diese Obstart vor allem oberflächennahe Wurzeln ausbildet, die davon in Mitleidenschaft gezogen würden.

Mulchmaterial Stroh

Mulchmaterial Stroh

Siehe auch: Erdbeeren 3; 58; 60; 62; 99; 101; 300; 656 Mulchmaterial 59; 60; 88; 436

 

Keine Fruchtbildung                             20. Kalenderwoche                                                              675

Frisch gepflanzte Obstbäume dürfen im ersten Jahr am neuen Standort keine Früchte ausbilden, da sonst die Kraft zu genügender Wurzelbildung fehlt. Jahrelanger Kümmerwuchs ist oft die Folge. Für Containerware, die über einen genügend großen Wurzelballen verfügt, gilt das allerdings nicht.

 


Krankheiten                                          20. Kalenderwoche                                                              289 

Eingetrocknete Äste oder Zweige an jüngeren Obstbäumen deuten oft auf einen Krankheitsbefall hin und sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden, um einer Ausbreitung der Krankheitserreger vorzubeugen.

Trockenperioden                                  21. Kalenderwoche                                                              291 

Trockenperioden im Mai können zu Ertragseinbußen bei allen Beerenfrüchten führen. Neben einer ständigen Bodenbedeckung, die die Verdunstungsverluste beträchtlich herabsenkt, muss daher eventuell gegossen werden. Durchdringendes Gießen einmal wöchentlich mit der Gießkanne ist dabei sinnvoller, als täglich mit dem Rasensprenger die Pflanzen zu beregnen.



Rieseln                                                 21. Kalenderwoche                                                              594


Der Fruchtabfall beim Beerenobst (das sogenannte Rieseln) kann neben Wassermangel oder Frostschäden auch auf ungenügende Bestäubung zurückzuführen sein. So ist auf jeden Fall für ausreichende Bewässerung zu sorgen und darauf zu achten, mehrere Sorten anzupflanzen, um eine Fremdbestäubung zu gewährleisten.

 

Vermehrung                                         21. Kalenderwoche                                                              681

Wenn man die Erdbeeren selbst vermehren will, sollte man sich die Ableger mit einem Stab markieren, die von einer Mutterpflanze mit reichem Blüten- und Fruchtansatz stammen. In der Regel sind es nämlich gerade die schlecht tragenden Erdbeeren, die die meisten, aber eben minderwertigen Ableger hervorbringen.

 

Apfelbaum-Pflaumengespinstmotte       22.Kalenderwoche                                                               695

Die Gespinste der Apfelbaum-Pflaumengespinstmotte können nach der Blüte ganze Astpartien überziehen. Bei Apfelbäumen bleiben die Schäden meist gering, bei Zwetschen- und Pflaumen können aber die Bäume kahlgefressen werden. Eine Bekämpfung lohnt sich nicht mehr, wenn die Gespinste erst einmal sichtbar sind und vorher sind die Raupen nur schwer auszumachen.

Apfelbaumgespinstmotte befällt auch Pflaumen
Apfelbaumgespinstmotte befällt auch Pflaumen

Foto: Angela Glaubitz