Konsequenzen des Klimawandels | Drucken |



Das Max-Planck-Institut für Meteorologie prognostiziert für Deutschland in 30 Jahren eine Erhöhung der Lufttemperatur von 2,75°C bis 3,75°C.  Die Ursache liegt im Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre, dem Treibhauseffekt.
Durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle steigt der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre weiter ständig an.
Für das Pflanzenwachstum ist CO2 erst einmal wachstumsfördernd, wenn andere Faktoren wie Nährstoff- und Wasserversorgung mit erhöht werden. Aber die Auswirkungen auf das Klima sind gravierend. Schon jetzt merkt man deutlich, dass die Winter milder sind, der Austrieb der Pflanzen früher beginnt und eine deutliche Zunahme von Trockenperioden im Frühjahr festzustellen ist. Das wird sich noch verschärfen und im Sommer bis in den Herbst hinein fortsetzen. Die Winter werden dagegen niederschlagsreicher sein, so dass die jährliche Niederschlagsmenge  in etwa gleich bleibt. Was sich aber auch verändern wird sind die extremen Wetterereignisse wie Sturm, Starkregen und Hagelschlag, da sind sich alle Prognosen einig.

 

Was bedeutet das für Land-, Garten- und Obstbau?

Gegen Sturm kann man Sorten mit größerer Windfestigkeit anpflanzen, das Getreide mit genügend weiten Abständen einsäen, damit es nicht ins Lager geht und bei den Obstbäumen gilt es, sie so zu schneiden, dass sie die Früchte nicht so leicht abwerfen können. Es laufen auch Versuche, die dahin zielen, das Wurzelvermögen und damit die Standfestigkeit der Bäume zu erhöhen. Damit der Starkregen die fruchtbare Erde nicht wegspült kann einiges gemacht werden, wir kommen weiter unter darauf zu sprechen. Gegen Hagel sind wir dagegen machtlos. Witterungsbedingte Schäden durch zu starke Sonneneinstrahlung lassen sich durch sorgfältige Sortenwahl vermindern. Ein großes Problem werden die Schädlinge sein, die nicht mehr durch starken Frost dezimiert werden. Hier ist erheblicher Forschungsbedarf angesagt, allerdings werden natürliche Fressfeinde genau so wenig durch den Frost geschädigt, so dass man hoffen kann, dass sich mit der Zeit ein Gleichgewicht einstellt. Auch über die Pflanzenkrankheiten lässt sich noch nicht viel sagen, mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch neue auf uns zukommen.

Was können wir noch tun?

Wir können vor allem den Boden optimal vorbereiten. Da die Frostgare ausbleiben wird, müssen wir andere Methoden ersinnen, die Erde locker zu bekommen. Landwirtschaftlich kann dies durch Untersaaten und Zwischenfruchtanbau zu lösen sein, gärtnerisch bei bestimmten Kulturen ebenfalls. Allerdings muss der erhöhte Wasserbedarf von 200 - 400 l/m2 bedacht werden, was in ohnehin trockenen Gebieten schwer zu erbringen sein dürfte.
Ständige Bodenbedeckung durch abgestorbene organische Substanzen ist eine andere Möglichkeit. Sei es Grasschnitt, Stroh, altes Heu, kleingehäckselte Staudenreste oder ähnliches, alles kann als Mulchmaterial dienen und hilft den Boden vor Austrocknung und Auswaschung zu schützen und zu lockern. Gelockert wird er vor allem durch die Tätigkeit der Bodenlebewesen allen voran den Regenwürmern, wenn diese ihrem Wesen nach entsprechend gepflegt werden.

Fortsetzung folgt

Siehe auch Kompost